Happy Horse Ranch

Und ja so heißt sie wirklich… -_-

Naja… Ich habe endlich die Zeit gefunden etwas zu posten (*hust*)

Seit fast zwei Wochen bin ich jetzt schon hier und es gefällt mir sehr gut! Die Ranch gehört einem Ehepaar und es gibt 17 Pferde (15 Stuten, ein Hengst und ein Pony) und zwei Hunde und jede Menge Koppeln 😉

Jeden morgen um sechs (ja ich weiß, es ist furchtbar >_<) müssen die Pferde gefüttert werden. Als ich hier ankam war das kein Problem und in einer viertel Stunde erledigt. Die Pferde standen in ihren Boxen, direkt vor dem Haus, und wir waren drei Helfer (inzwischen bin ich alleine 😥 ).
Jetzt, da das Wetter gut ist, stehen die Pferde auf drei verschiedenen Koppeln. Die meisten (13) stehen auf der größten und am weitesten entfernten Koppel (was allerdings auch nur fünf Minuten oder so zu Fuß ist). Der Hengst steht auf seiner eigenen Koppel und Hajoro, eine trächtige Stute, steht auf einer Koppel nahe am Haus, da sie jeden Abend wieder in den Stall kommt und sich nicht erkältet. Mit ihr stehen zwei andere Pferde. Oh und es gibt ein Pony, dass in einem Paddock neben dem Haus wohnt.
Also sind das eine Menge Stationen die man abklappern muss, aber zumindest sehe ich jetzt jeden Morgen den Sonnenaufgang:

Leider nur mit meinem Handy, was die Atmosphäre nicht wirklich wieder gibt...

Leider nur mit meinem Handy, was die Atmosphäre nicht wirklich wieder gibt…

Zum Glück haben wir ein Auto! … …. … Naja… Auto ist vielleicht ein wenig übertrieben…. Es ist ein kleiner blauer Wagen, der eindeutig bessere Tage gesehen hat, keine Fahrertür besitzt, keine Bremse (nicht wirklich zumindest), eine ziemlich demolierte Polsterung und die Kuppelung spinnt auch meistens… aber hey – er fährt noch haha… xD

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Ich fahre das Teil nur zum Mist wegfahren und das sind nur etwa 200 Meter auf ebener Fläche. Wenn ich aber mit Mr. Son (dem Besitzer) füttere, dann fahren wir den ganzen Weg. Und der ganze Weg sieht so aus (ja auch auf die Koppel hoch…)

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Es ist … sehr interessant.
Morgens ist Mr. Son immer dabei. Abends um sechs ist er manchmal aber noch unterwegs. Und das ganze alleine zu machen ist die Hölle. Unter anderem, weil ich ganz sicher nicht mit dem Auto da hoch fahre. Also darf ich Futter für 15 Pferde Berge hoch und runter schleppen. Und das traurige ist, dass ich zweieinhalb Eimer brauche, aber nur zwei Arme habe. Seht ihr das Dilemma?
Naja es dauert halt ein bisschen länger, aber das ist schon ok. Ist bis jetzt erst einmal vorgekommen.

Den Rest des Tages – mache ich eigentlich nix mehr xD Nein quatsch das stimmt nun auch wieder nicht.

Letzte Woche irgendwann hatten wir einen plötzlichen Wintereinfall… das war nicht so lustig. Es hat drei Tage lang geschneit. Also kamen alle Pferde wieder in ihre Boxen:

Also musste ich alle Boxen auch misten. Das dauert natürlich ewig bei 15 Pferden vor allem wenn man sie immer umstellen muss… Deshalb hatte ich letzte Woche kaum Zeit (dazu mussten wir noch alle möglichen Sachen reparieren und aufräumen vom Winter, das war aber echt cool).

Im Moment muss ich nur Hajoros Box missten und aufräumen oder kehren. Das dauert nicht so lang.

Hajoro –> Hajoro (sehr schwangeres Pferd xD )

Den Rest des Tages kann ich machen was ich will. Im Moment heißt das hauptsächlich schlafen, Flöte üben, Schreiben oder Lesen xD
Aber am Wochenende kommt Doria aus Seoul zu Besuch, da freue ich mich schon drauf!

Irgendwann letzte Woche nach dem Abendessen kamen zwei Leute und irgendwie waren alle ganz aufgeregt (negativ) und Mr. Son meinte ich solle helfen. Dann habe ich gefragt was passiert sei und irgendwie haben wir uns falsch verstanden… Ich dachte bis so circa zehn Minuten bevor wir fertig waren eins der Pferde hätte sich verletzt und die zwei Menschen wären Tierarzt und Gehilfe. Es stellte sich dann aber heraus, dass die Pferde verkauft wurden und die beiden sie abholen wollten (aber mal ganz ehrlich, wer holt denn auch Pferde nachts um neun im Dunkeln ab? Das ist ja mal total bescheuert es ist schon gefährlich genug mit zwei aufgeregten Pferden im Hänger durch die Gegend zu gurken, da muss es nicht auch noch Nacht sein!) Ich glaube die hatten zwei falsche Pferde eingefangen und deshalb waren alle aufgeregt.

Lange Rede kurzer Sinn: Es hat zwar ewig gedauert, aber schließlich standen wir dann mit den zwei Pferden vor dem Hänger. Jetzt nur noch verladen, ist ja ganz einfach oder? Hehe. Ja genau. Says no one ever. Ich weiß nicht so genau ob diese Pferde jemals einen Hänger gesehen haben… und wenn dann definitiv nicht oft. (Falls du das ließt, Bini, im Gegensatz dazu ist Kalle ein Goldschatz im Verladen, du kannst dich glücklich schätzen 😉 ) Für alle, die nicht wissen was das heißt, es war eine Katastrophe. Die Pferde taten mir echt leid. Die waren sowieso schon total aufgeregt wegen den ganzen Taschenlampen und Autoscheinwefern (noch so ein Grund warum die Idee nachts Pferde zu verladen keine besonders Gute ist) und dann ging es rein wieder raus. Rein wieder raus. Bis dann irgendwann der Fahrer die Tür zu gemacht hat hinter dem einen Pferd (das andere stand dummerweise noch draußen und hat gewartet) und gewartet bis es aufgehört hat gegen die Tür zu treten. Ich hab mich dann vorne an die Tür vom Hänger gestellt und mit dem Pferd geredet und sie gestreichelt. Sie hat sich dann auch ein bisschen beruhigt und das andere Pferd ist dann auch brav reingegangen (und ist dann hinterher ausgerastet als der Fahrer den Motor angemacht hat…)

Ok auch ne Erfahrung…

Der Stall und das Wohnhaus sind direkt nebeneinander. Ich hab mal versucht nen Grundriss zu zeichnen (aber ihr wisst ja, dass das nicht so mein Ding ist also bitte ich um Verzeihung …) Die Bilder poste ich nochmal in groß dahinter:

Ich vermute, sie hatten mal mehr Pferde, weil es gibt unglaublich viele Boxen (ich hab sie nicht gezählt aber 50 sind es mindestens) für die 17 Pferde… Und auch die Koppeln (ich schätze es sind um die sieben) drum herum sind riesig (bzw. drei große und ein paar kleinere). Dazu haben sie noch einige Ackerflächen die sie im Spätfrühling als Hobby bepflanzen.

Aber genug geredet (irgendwie habe ich das Gefühl dieser Post hatte so gar keinen Zusammenhang… Tut mir leid >_<) hier ein paar Fotos:

 

 

Ich wünsche ein schönes Wochenende

Lg Krissi

 

 

And finally… Japan!

Hey alle zusammen!

Seit einer Woche bin ich aus Japan zurück und wohne und arbeite seit letztem Samstag auf einer Pferde Ranch zwei Stunden von Seoul entfernt.
Das Ehepaar, dem die Farm gehört, ist sehr nett und es macht sehr viel Spaßt hier zu arbeiten. Allerdings ist es auch verdammt anstrengend. Wir (das heißt ich und zwei andere Helfer [seit heute nur noch einer]) stehen um kurz vor sechs auf um die Pferde zu füttern, frühstücken selbst und bringen sie dann auf die Koppel. Dann arbeiten wir bis um sechs ungefähr (mit Pausen dazwischen aber da halte ich meistens ein Mittagsschläfchen weil die Arbeit verdammt anstrengend ist!). Leider bleibt da nicht viel Zeit zum Posten…

Jetzt habe ich aber Zeit und bin nicht müde (ok eig schon aber egal xD) also los geht’s 😉

Japan war eine tolle Erfahrung. Wir (Doria, ein französisches Mädchen, dass ich in Seoul kennen gelernt habe und ich) sind Montags um fünf zum Flughafen gefahren und von dort nach Osaka geflogen.
Unser Hotel war auch sehr nett und wir haben morgens sogar ein japanisches Frühstück bekommen! (was aus Reis und Beilagen bestand… Reis zum Frühstück… Daran kann ich mich glaube ich nie gewöhnen [und glaubt mir ich habe genug Gelegenheit dazu. Auf der Farm gibt es morgens mittags und abends Reis -_-])

Als wir ankamen und unsere Sachen abgelegt hatten, haben wir uns das Schloss von Osaka angeschaut. Eigentlich dachten wir, wir erwischen die Kirschblüten Saison (und kein Scherz Japan ist voll mit Kirschbäumen), aber ich fürchte wir haben sie um ein oder zwei Tage verpasst >_<
Trotzdem war der Park sehr schön und auch das Schloss. Leider konnten wir es uns  nicht von innen ansehen, weil es schon geschlossen hatte…
Aber auch so hatten wir Spaß (und da wir sowieso von der Reise etwas angeschlagen waren war es ein netter, ruhiger Start, da der Park nur fünfzehn Minuten zu Fuß von unserem Hotel entfernt war).
Hier ein paar Fotos:

Abends waren wir dann Ramen essen (und denkt jetzt bloß nicht an die Ramen Packungen die man in Deutschland kaufen kann über die man Wasser gießt und die nicht besonders lecker sind. Richtiges Ramen ist verdammt lecker [wie das meiste japanische essen…])

Dienstags haben wir uns einen Bhuddistischen Tempel + Garten angeschaut und waren danach in Namba (einem Teil von Osaka) wo wir zu Mittag gegessen haben und uns ein bisschen umgesehen haben. In Namba gab es eine sehr nette Einkaufsstraße inklusive SEGA-Spielhalle (*hust*) und einem Disney Store xD
Viel mehr zu beschreiben gibt es da nicht wirklich….

Am nächsten Tag hat es geregnet also sind wir in eine Untergrund-Shopping-Mall gefahren (was auch sonst xD) Und da waren wir eben shoppen. Allerdings war es eher Window Shopping und Souvenirs für Freunde in Seoul kaufen (sprich japan. Süßigkeiten xP) da Osaka, im Vergleich zu Seoul, schon verdammt teuer war.
Donnerstags sind wir dann direkt nach dem Frühstück zurück zum Flughafen gefahren und haben dort zwei/drei Stunden gewartet bis wir wieder nach Seoul geflogen sind.

Mir hat Japan wirklich gefallen, die Leute sind sehr hilfreich und nett (und sie fahren definitiv besser Auto als Koreaner…) und Osaka selbst hat eine sehr angenehme Atmosphäre für eine Großstadt. Allerdings spricht dort wirklich kaum jemand Englisch. Ich meine die meisten Koreaner sprechen auch kaum Englisch, aber hier und da ein paar Wörter kann eigentlich jeder. Nicht so in Japan. Wir hatten teilweise echt Probleme. Essen bestellen ging gerade noch so mit auf die Karte zeigen, aber U-Bahn Tickets zu kaufen wenn man keine Ahnung hat wie die Maschine funktioniert (da Erklärungen nur in Japanisch) ist dann schon schwerer.
Die Hälfte der Zeit fühlt man sich etwas dumm, weil man seinem Gegenüber nicht klar machen kann, was man von ihm will…
So schön Japan auch war, als wir wieder in Korea gelandet sind, hat es sich ein bisschen angefühlt wie nach Hause zu kommen (vor allem weil wir uns endlich wieder verständigen konnten)

Jetzt muss ich mal ins Esszimmer gehen, weil wir zu mittag essen. Danach gehe ich vielleicht reiten. Wenn ich Zeit habe schreibe ich noch ein bisschen mehr über die Farm und lade ein paar Fotos hoch. Aber hier erstmal die restlichen aus Japan:

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende

Lg Krissi

OMG die Schule ist rum o.O

Joa… der letzte Post ist ja auch nur so nen Monat her ne… >_<

Naja… die ‘Schulzeit’ neigt sich dem Ende zu. Genauer gesagt ist morgen der letzte Tag… Ich fühle mich so ein bisschen wie nach dem ABI…
Am Sonntag muss ich aus SK Global House ausziehen und fliege am Montag für vier Tage nach Japan (yay!!!!)

Die Finals sind rum und Bestanden. Meine Noten haben sich irgendwie umgedreht…. Was traurig ist weil ich vorher im Sprechen besser war… -_- Aber egal ich hab ja noch drei Monate um das zu verbessern!! Und da mir auf der Farm nix anderes übrig bleibt als Koreanisch zu sprechen…

Die Farm ja… Also ich wenn ich aus Japan zurückkomme, fahre ich auf eine Horse Ranch etwa drei Stunden,mit dem Bus, von Seoul entfernt. Ich bin ganz schön aufgeregt >_< Aber ich werde berichten wie es mir dort ergeht xD Ich werde dort vermutlich zwei Wochen bleiben (wenn es mir gut gefällt vielleicht auch länger) und dann würde ich gerne auf eine andere Farm in den Süden Koreas fahren. Aber ich habe denen noch nicht geschrieben also mal sehen.

Am Montag waren Linh und ich am Han River (Der große Fluss der durch die Stadt fließt) Fahrrad fahren. Das war sehr nett. Das Wetter war toll und es war super warm (zumindest konnte man im T-Shirt rumlaufen). Ich habe während dem fahren Fotos gemacht, das war lustig 😛 Hier ein paar Fotos:

Mehr habe ich eigentlich nicht zu berichten. Aber ich kann euch noch ein paar lustige Koreanische Wörter und Sätze erzählen 🙂

Wenn man vom Teufel spricht heißt auf Koreanisch:

호랑이도 제 말하면 온다 (Horangi do je mara myeon on da [ich hab keine Ahnung ob das die offizielle Umschrift ist… ist ja auch egal])
Übersetzt heißt das auf jeden Fall: Wenn ich vom Tiger spreche kommt er xD Ich find es witzig. Keine Ahnung wo es herkommt, aber in Korea gab es früher unglaublich viele Tiger von daher…

Die Eisheiligen (also die Tage in denen es nochmal kalt wird im März oder so, ne?) heißen:

꽃샘추위 (kkod saem chui) Übersetzt heißt es sowas wie die Kälte ist eifersüchtig auf die Blumen [also kommt sie zurück]

Und Astronaut in Koreanisch heißt Weltraum Mann übersetzt xD

Warum habe ich das Gefühlt das fand keiner außer mir witzig?… EGAAAL Ich mag diese Sprache auf jeden Fall (wär ja auch traurig wenn nicht)

Jetzt gehe ich ins Kino und schau mir Noah an.

Bis hoffentlich nächste Woche wenn ich aus Japan zurückkomme und Zeit zum Schreiben habe…

Lg Krissi

P.s.: Oh mir ist noch was eingefallen: Habt ihr schon mal von ‘Yellow Dust’ oder ‘Asian Dust’ gehört? ( 황사, Huangsa in Koreanich) Das ist ein Phänomen das hier während der Frühlingsmonate auftritt. In den Wüsten Asiens werden durch Sandstürme und starke Winde feine Sand- und Staubpartikel aufgewirbelt die dann über China, Korea und Japan ziehen und im Extremfall sogar bis nach Amerika gelangen.
Das ganze wäre überhaupt kein Problem, wenn der Staub nicht auf seinem Weg die gesamte Luftverschmutzung Chinas (und Koreas wenn er hier ankommt) mitnehmen würde. Das macht den Yellow Dust ziemlich gesundheitsschädlich wenn er hier ankommt, weshalb jetzt halb Seoul mit Mundschutz rumläuft. Solange die Konzentration in der Luft unter 100㎍/㎥ bleibt ist das noch ok und man kann auch ohne Mundschutz rausgehen aber vor ein paar Tagen war sie bei etwa 200㎍/㎥ und das ist dann schon nicht so toll. Ich glaube ab etwa 300㎍/㎥ ist es toxisch. Wikipedia sagt ab 200 ist es ungesund… o.O Jaja man wird immer vor Nordkorea gewarnt aber sowas erwähnt keiner -_- Aber ich habe ein Auge auf die Werte und versuche es zu vermeiden rauszugehen wenn sie hoch sind. Aber ich habe gehört man merkt es ziemlich schnell wenn man zu viel davon einatmet… Das ist ziemlich gruselig… Aber in China haben sie es noch schlimmer, da geht es bis 500 hoch und man sieht fast nichts weil der Staub so dicht ist…
Ich werde auf jeden Fall mal vorsichtig sein!

Finals, Valentinstag… und der Schneesturm o.O

Hey!

Jaja der letzte Post ist schon ein bisschen her. Aber ich musste auch viel lernen, denn wir hatten letzte Woche Prüfungen. Die sind jetzt aber gut bestanden, also können wir uns den interessanten Sachen zu wenden 😉

So viele gibt es davon allerdings nicht… Irgendwann in den letzten zwei Wochen (weiß nicht mehr wann hab am Wochenende nur die Fotos gefunden 😉 ) Das ganze fing ganz harmlos an:

Dann wurde es ein bisschen mehr, aber naja war jetzt auch nicht so schlimm:

Und dann so eine halbe Stunde später schaue ich aus dem Fenster und dann das:

Joa die Welt ist so ein bisschen untergegangen… Was man vielleicht dazu sagen muss ist, dass die Kamera Schnee normalerweise gar nicht wirklich aufnimmt. Also könnt ihr euch vorstellen wie sehr es geschneit hat. Und das bis nachts…

Egal wir haben es auf jeden Fall überlebt und Korea ist nicht untergegangen (auch wenn ich es an dem Tag dann doch lieber vermieden habe einen Fuß vor die Tür zu setzten…)

Am Freitag war Valentinstag! In Korea der wichtigste Tag überhaupt – solange man einen Freund hat. Jaaaa….. Schon eine Woche vorher waren alle Läden voll mit Schokolade (überteuert natürlich [also noch mehr als sonst]) und allen möglichen Dekorationen. Ich glaube viel präsenter als hier kann der Valentinstag nicht sein. Wer keinen Freund/keine Freundin hat sucht sich irgendwen mit dem er ausgehen kann vom anderen Geschlecht, damit es auch ja nicht peinlich wird oder einsam.
Da wir aber gruselige Ausländer sind mit denen kein Koreaner redet (weil wir könnten ja antworten oder so) war der Valentinstag dazu verdammt einsam und traurig zu werden. Dann haben zwei Freundinnen und ich beschlossen einfach unsere eigene Trauerparty zu machen xD also haben wir uns bei Joyce (mit der ich in busan war) getroffen, haben zusammen Pajeon (파전), koreanische Pfannkuchen, zu backen und Filme zu schauen. Das haben wir dann auch gemacht und wir hatten eine Menge Spaß!

Falls irgendwer das nachmachen will hier ist ein Link zu dem Rezept, das Video ist auch sehr hilfreich und witzig, dass ich immer benutzte (ok ich geb’s zu am Freitag haben wir Pajeon Mix gehabt… aber egal) Es ist wirklich einfach und suuuper lecker. Hier machen sie es manchmal mit Kimchi (wir haben ihn einfach irgendwie auf die Zwiebeln gekippt….) oder Meeresfrüchten (schmeckt aber auch nur mit Frühlingszwiebeln gut)
Am Ende einfach mit der Schere durchschneiden und in Sojasauce oder in die Pajeonsauce (ist auch in dem Rezept) tunken und njamnjam (ja genau mit der Schere schneiden! Korea ist das erste Land das normale Scheren in der Küche benutzt. Ich meine die schneiden Fleisch mit der Schere…[was echt praktisch ist ehrlich gesagt…. zumindest wenn man ein armer Student ohne gute Messer ist])

So ich hoffe das reicht erst mal (mehr hab ich nämlich nicht zu erzählen). Meine Zeit in Yonsei geht so langsam zu neige und was dann kommt… wir werden sehen (ist ja nicht so als wüsste ich es noch nicht ne? hehe… -__-)

Ich wünsche allen eine schöne Woche die am besten schnell zu Ende geht (vor allem weil ich beschlossen habe morgens keinen Kaffee mehr zu trinken weil das einfach zu teuer ist… ich werde sterben -__-)

lg Krissi

Japchae 잡채

Hey!

In Mangel eines besseren Themas erzähle ich mal von letztem Mittwoch. Letzte Woche haben wir (das heißt meine Klasse) Japchae (잡채) gekocht. Japchae ist ein Koreanisches traditionelles Gericht, das aus Glasnudeln, Gemüse, Ei und Fleisch besteht (hab ich was vergessen? vermutlich…egal) Es ist total lecker, aber da es so viele Zutaten hat dauert es ewig. Wir waren in zwei Gruppen aufgeteilt und haben zwei Stunden gebraucht mit jeweils fünf Leuten.

Aber so sah es auf jeden Fall am Ende aus:

20140122_133008 Leftovers…

Das Kochen hat echt Spaß gemacht, zumindest nachdem wir das Rezept verstanden hatten, das auf Koreanisch an der Tafel stand…
Das Kochen ist das ‘Kulturprogramm’ dieses Semesters gewesen und ich glaube wir hatten alle Spaß. Anschließend haben wir natürlich alle zusammen gegessen und jeder der wollte konnte Reste mitnehmen:

Falls es irgendwer nachkochen will:

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Alles verstanden? Dann ist ja gut xD Ok ich hab kein gutes Deutsches Rezept gefunden also übersetzte ich schnell mal:

Schweinefleisch (am besten Schnitzel) klein schneiden und etwa eine halbe Stunde (oder bis alles andere fertig ist) in Sojasauce (1EL), Knoblauch (wie viel auch immer man will…), Sesamöl (2EL), etwas Zucker, etwas Pfeffer und etwas Ingwer marinieren.
Karotte, Pilze (eig Shiitake aber Champignons tuns auch), Spinatplätter, Paprika, eine Gemüsezwiebel
Das alles klein schneiden, anbraten (in Sesamöl), mit Sojasauce und Pfeffer abschmecken und zur Seite stellen.
Eier in einer Schüssel verrühren und ein Omlett braten, das in Streifen schneiden.
Als letztes noch das Fleisch anbraten, (und natürlich die Glasnudeln kochen, die ich vergessen habe…) und alles in einer großen Schüssel zusammen mixen mit Sesamöl und Sojasauce abschmecken, geröstete Sesamsamen drüber streuen und fertig.

Die Mengen variieren halt je nachdem für viele Personen man kocht, aber ganz ehrlich… macht einfach soviel Gemüse wie ihr wollt die Mengen variieren sowieso in jedem Rezept, weil es jeder Koreaner anders kocht…

Noch was ganz anderes: Ich habe jetzt eine Austauschpartnerin. Sie ist Koreanerin, studiert an der Yonsei Universität englische Literatur des 17./18. Jahrhunderts und ist sehr nett. Wir treffen uns jetzt immer einmal die Woche bis zum Ende des Semesters und reden ein bisschen Koreanisch und Englisch. Wir haben uns erst einmal getroffen, bei der Einführung letzten Dienstag, aber sie schein sehr nett zu sein. Und ich war wirklich beeindruckt von mir selbst als ich festgestellt habe, dass ich eine halbwegs intelligente Konversation auf Koreanisch führen kann o.O Sachen gibt’s XP

Ok jetzt genieße ich mein Wochenende (oh ja Wochenende. Es ist nämlich Sollal (chinese New Year) und wir haben Donnerstag bis Sonntag frei yay!). Ich wünsche euch eine schöne Restwoche

lg Krissi

Jeonju, Boseong, Weihnachten und alles was ich sonst so verheimlicht habe ;)

Ja… Ich weiß… es ist schon ein bisschen her seit ich das letzte Mal gepostet habe. Es tut mir wirklich leid, dass ich in letzter Zeit so schreibfaul war. Ehrlich gesagt habe ich nicht mal ne gute Ausrede…

Egal jetzt erzähle ich auf jeden Fall mal was so in den letzten Wochen passiert ist.

Nachdem wir uns in Seoul einen Tag ausgeruht hatten (nach Daegu), sind wir nach Jeonju gefahren. Jeonju ist die Hauptstadt der Provinz Jeollabuk-do (eher im Süden…) Dort haben wir in einem Guesthouse gewohnt für eine Nacht und haben uns das größte Hanok Dorf ganz Koreas angesehen. Die traditionellen Häuser finde ich immer noch wirklich schön und würde gerne mal in einem übernachten… Ist aber leider relativ teuer. Mal sehen vielleicht wird es ja noch was.

Viel mehr haben wir ehrlich gesagt nicht gesehen, da wir nur einen Tag dort waren, aber es hat sich auch so gelohnt. Hier ein paar Eindrücke:

Der Bahnhof in Jeonju ist echt hübsch von außen und selbst die Tankstellen sehen dort schick aus…

Am nächsten Morgen sind wir dann nach Boseong gefahren. Das hat ewig gedauert -__- Nach Boseong gibt es nämlich keinen KTX, da es ganz im Süden Koreas liegt und eher ein Dorf als eine Stadt ist (Zumindest kam es uns so vor…)

erwz(Jeonju ist noch weiter oben ein Stück, hat nicht mehr drauf gepasst 😉 )

In der Nähe von Boseong gibt es ganz viele Teeplantagen (generell in Jeollanam-do übrigens…) Wir hatten gehört, dass es dort ein Lichterfest gibt und die Teeplantagen beleuchtet sind. Da wir aber abends erst ankamen und es zu spät war noch dort hin zu fahren, sind wir am nächsten Morgen gegangen. Eigentlich mit dem Hintergedanken, dass es nicht sehr interessant sein kann, da es Winter ist und sich Pflanzen im Winter anzuschauen ist ja schon ziemlich blöd. Aber es war ein schöner Tag, also sind wir trotzdem gefahren (außerdem wäre der Weg nach Boseong sonst ziemlich umsonst gewesen…) Umso mehr hat es uns überrascht, dass die Teeplflanzen auch im Winter grün sind und es bot sich uns ein wirklich wunder schöner Anblick. Wenn wir auf den Fotos keine Winterjacken angehabt hätten, so könnte man auch denken wir wären im Sommer da gewesen. Ehrlich gesagt glaube ich, dass es im Winter sogar gar keine schlechte Idee ist dorthin zu fahren. Am besten ist es sicherlich im Frühling wenn der Tee blüht und die ganze Plantage nach grünem Tee duftet, aber da man nach Herzenslust durch die Plantage laufen/wandern kann (so ein bisschen wie in den Weinbergen finde ich) ist es gar nicht so schlecht, wenn es nicht warm ist. Und so lange die Sonne scheint…

Wir sind ein oder zwei Stunden (weiß nicht mehr so genau…) dort herumgelaufen und haben Fotos gemacht. Wir sind den Berg hochgeklettert (bzw. die miserable Treppe… Koreaner sind nicht so richtig begabt im Treppenbauen habe ich das Gefühl…) und waren völlig erschöpft, als wir oben ankamen (nicht, dass es sich nicht gelohnt hätte, aber trotzdem…)
Wir lagen oder saßen also schnaufend dort oben und bewunderten die Aussicht, da kommt eine junge Koreanerin den Berg hochgelaufen, völlig ohne Mühe, ruft ihrer Begleiterin noch hinterher sie solle sich beeilen, setzte sich hin, schaut sich die Aussicht an und  – da bemerken wir ihre Schuhe. Zuerst muss ich einmal sagen wie unglaublich überwältigt ich von koreanischen Frauen und ihrer Fähigkeit High-Heels zu tragen, bin. Selbst im eisigsten Winter, wenn der Schnee durch die Luft wirbelt und die Wege vereist sind, schaffen sie es noch mit 8 Zentimeter hohen Pfennig Absätzen durch die Gegend zu stiefeln und nicht umzufallen (ganz zu schweigen davon dass sie mit Röcken und Kleider und definitiv keiner Strumpfhose rumlaufen, was mich ja schon lange getötet hätte aber gut…). Wie auch immer… Um es kurz zu machen, auch diese Koreanerin ist also in hohen Schuhen den Berg hochgestiefelt (und danach wieder runter wobei Linh und ich in Turnschuhen schon Probleme hatten, weil es so rutschig und matschig war und sie hat uns fast noch überholt obwohl wir mindestens fünf Minuten Vorsprung hatten…) und ich kam nicht umhin ein Beweis Foto zu machen:

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Ich meine die Schuhe gehen noch aber trotzdem wollte ich damit keinen Berg hoch gehen…
Wir haben uns dann auf jeden Fall auf den Rückweg begeben und habe unten im Café noch einen Grün-Tee Latte getrunken.

Green Tea Latte

Danach ging es weiter nach Yulpo Beach! Yulpo ist ein kleiner Ort (eher Straße…). Wenn ihr die Karte anschaut, dann ist das ziemlich gerade runter von Boseong bis ans Meer.
Da wir so ein Glück mit dem Wetter hatten, war es wundervoll am Strand (wenn auch verdammt kalt). Aber es gab die coolsten Muscheln an diesem Strand! Wisst ihr diese Seeschneckenhäuser (oder was auch immer das ist) Ich habe eine am Strand gefunden, die zwar halb kaputt war, aber immerhin (ja ich mag Muscheln sammeln -__- nicht lachen…) dann sind wir auf diese Brücke gegangen (gelber Pfeil) und haben rechts runter geschaut. Und da lagen bestimmt noch zwanzig von denen rum… Tja… also habe ich zu Linh gesagt ich müsse da runter und sie muss mitkommen. Linh war nicht so begeistert und hasst mich dafür wahrscheinlich noch immer (Ich weiß es tut mir furchtbar leid…) aber sie ist immerhin mitgekommen (wenn auch murrend…) Wir sind also unten lang gelaufen (roter Pfeil) bis unter die Brücke (geht übrigens links in Foto noch ein ganzes Stück weiter…) und da gab es gaaaanz viele tolle Mupfeln 😀

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Ja… das Kleinkind in mir mal rausgelassen und das war das Ergebnis 😉

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Chrrm… Gut… Egal… Hier auf jeden Fall die Bilder aus Boseong und Yulpo:

Zurück in Bosoeng haben wir den sechs Uhr Zug nach Seoul genommen, oder besser gesagt diverse Züge, wo wir dann sechs Stunden später ankamen. Leider eine viertel Stunde nachdem die U-Bahn bzw. Busse nicht mehr fahren. Yuhuu. Also raus aus der Station und in ein Taxi. Leichter gesagt als getan. Die Idee hatten nämlich auch fünfzig andere vor uns. Also standen wir bei Minus keine Ahnung zehn Grad oder so eine halbe Stunde in der Kälte, bis dann endlich mal eins kam. ..

Achso als wir einen Zwischenstopp gemacht haben und eine Stunde auf den Zug warten mussten hat Linh sich ein bisschen kreativ betätigt:

Ich bin mir ziemlich sicher die Tafeln sind eigentlich für was anderes da… Aber naja. Sie hat auf jeden Fall geschrieben Wie geht es ihnen? Oder geht es Ihnen gut. Geht glaube ich beides… Der Sicherheitsmensch der dort herumlief fand es glaube ich sehr amüsant…

Am nächsten Tag ging es direkt weiter, denn es war Weihnachten. Alua und Jake hatten uns eingeladen die Feiertage bei ihnen zu feiern und wir haben dankend angenommen, da die Alternative gewesen wäre einsam und allein an zu hause zu denken (was nicht unbedingt toll ist an Weihnachten…) Ich glaube wir hatten so ziemlich das beste und familiärste Weihnachten, das man ohne seine Familie in einem fremden Land haben kann. Wir haben viel gelacht, gegessen, gespielt und geschlafen. Was man eben so an den Feiertagen macht nicht wahr 😛
Kennt ihr Risiko? Dieses Strategiespiel bei dem man die ganze Welt erobern muss? Ja genau. Spielt das nicht an Weihnachten! Niemals. Keine gute Idee. Tja… wir wussten das leider nicht. Also haben wir es gespielt. So an die sieben Stunden am Stück an Heiligabend (glaube ich bis um drei oder so) und am ersten Feiertag… Warum man es nicht an Weihnachten spielen sollte? Ich sag mal so… Es könnte eventuell zu Eheproblemen und Familienfehden kommen. Immerhin steht in der Anleitung man solle hinterhältig sein und seinen Freunden in den Rücken fallen. Trotzdem ein sehr spaßiges Spiel wenn man nicht gerade der Verratene ist…

Jake und Alua meinten, warum auch immer, man müsse das mit Hüten spielen… Also hat Jake seine Uniformkiste bzw. Hutkiste ausgepackt und jeder hat sich einen Hut ausgesucht, das ganze sah dann so aus:

Unsere Risiko Outfits ;P

Joa war schon sehr lustig 😀
Da Jake am 26. wieder arbeiten musste, haben wir mit Alua alleine Abends noch Karten gespielt. Und zwar so bis um halb vier… Es war aber sehr lustig und Adele schien es furchtbar zu gefallen unsere Spielkarten zu klauen. Am 26. sind wir dann wieder nach Seoul gefahren.

Das letzte was ich noch erzählen will ist Neujahr, aber das wird nicht so lang. Ich habe Feuerwerk ganz schön vermisst. Wir haben nicht mal Wunderkerzen gefunden (außer natürlich ne Woche später -_-) Aber Spaß hatten wir trotzdem. Linh und ich haben uns mit einer koreanischen Freundin von Linh getroffen und waren in einem Makkoli Haus (keine Ahnungdie ob das diekorrekte Übersetzung ist… ) Makkoli ist ein koreanischer Reiswein mit relativ wenig Alkohol, den es in jedem Convenience Store gibt. Aber es gibt auch ein paar Restaurants (die eigentlich keine sind weil man geht da hin um Makkoli zu trinken und nicht um zu essen…) die diesen selbst herstellen und dazwischen liegen Welten. Also sind wir dahin gegangen und haben uns unterhalten, ein bisschen Makkoli getrunken und auf das neue Jahr angestoßen. Anschließend sind wir in eine Noraebang gegangen! Wörtlich übersetzt heißt das einfach Singraum… Es ist eine Karaokebar. Die gibt es hier wirklich überall und es ist echt witzig und macht eine Menge Spaß. Man kann zwischen allen möglichen Liedern auswählen es gibt einen ganzen Katalog mit alten, neuen, englischen, asiatischen und was weiß ich für Liedern. Man sollte sich vielleicht vorher ein bisschen überlegen was man singen will sonst verbringt man die ganze Zeit mit Lieder suchen und da man per Stunde zahlt… nicht so vorteilhaft.

Das wars auch schon so ziemlich… Zumindest an interessanten Sachen… Jetzt muss ich mich meinen Hausaufgaben zu wenden (jup das Semester hat wieder begonnen und ich habe schon viel zu viel Zeit in diesen Post gesteckt).
Ich wünsche allen eine angenehme Woche

lg Krissi

Busan Teil 2, Gyeongju und Daegu :)

Ok ich hab zwar immer noch nicht viel Zeit (weil es schon spät ist und ich schlafen muss…) aber ich berichte mal schnell den Rest (Es gibt noch nen Post hier vor, also den zuerst lesen!!! [und ja Paps dieser Hinweis ist für dich weil du immer alles zu spät liest XP ] ):

An unserem zweiten Tag in Busan waren wir ja morgens in Taejongdae, wie schon erzählt. Danach haben wir uns dann aufgeteilt. Linh und ich sind alleine in das Künstlerdorf Gamcheon gefahren.

Joa das Schild sagt eigentlich alles

Früher einmal war das ein mittelarmes Dorf in dem Menschen gelebt haben. Nach und nach sind sie dann jedoch in die Stadt hinein gezogen und das Dorf wurde leerer und leerer. Irgendwann haben mehrere Künstler Häuser in dem Dorf gekauft und haben Galerien eröffnet die Touristen angezogen haben (hoffentlich erzähle ich das gerade richtig…) Da immer mehr Touristen kamen, sind die ‘normalen’ Bewohner, genervt von dem ständigen Trubel, auch weggezogen und mittlerweile leben sehr viele Künstler hier. Das ganze Dorf ist bunt bemalt und einige Häuser sind wie Mini Museen gestaltet. Das Dorf liegt ganz weit oben auf einem kleinen Berg und die engen Gassen sind sehr steil. Man kann sich auch leicht verlaufen, weshalb bemalte Holzfische den Weg weisen:

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Es war wirklich interessant anzusehen und ein Teil des Dorfes ist sogar als Bibliothek angemalt. Die Bilder an den Wänden und auf den Steinböden sehen verdammt echt aus. Leider wurde es sehr schnell dunkel und wir sind wieder nach hause aufgebrochen. Hier einige Eindrücke aus dem Dorf:

Am nächsten Tage fuhren Linh und ich dann alleine weiter nach Gyeoungju. In der Geschichte Koreas spielt die Stadt als Hauptstadt des Silla Königreichs (57 v. Chr. bis 935 n. Chr.) eine Rolle. Die Stadt ist durchzogen von Hügeln, die man zuerst für natürliche Erhebungen hielt, später aber als Grabhügel der Könige des Silla-Reichs entdeckte. Einige dieser Grabhügel kann man heute besichtigen (nur äh… dafür hatten wir keine Zeit -__-)
In Gyeongju haben wir uns zu erst den Bulguksa Tempel angeschaut. Dafür sind wir erst mal eine Stunde oder so mit dem Bus gefahren (glaubt mir ich war froh, dass ich nichts gefrühstückt hatte…) Als wir dann, ohne große Komplikationen (*hust*), dort ankamen, haben wir uns den Tempel angesehen.
Bulguksa ist ein Bhuddistischer Tempel der im Jahre 774 fertiggestellt wurde. Der Name Bulguksa (불국사) bedeutet ‘Tempel des Landes Buddha’. In Kriegen wurde er jedoch zerstört und häufig renoviert, sodass (meines Wissens nach) heute nur noch Nachbauten vorhanden sind (die allerdings teilweise auch uralt sind 😉 )
Es war schon interessant und beeindruckend sich die Anlage anzusehen, jedoch standen die meisten Erklärungen nicht in Englisch… Bzw. war der englische Text nur etwa ein viertel des koreanischen Textes, also haben wir nicht so richtig viel gelernt, was ich schade fand.

Viel mehr haben wir in Gyeongju auch nicht gemacht… Ein Tag ist vielleicht doch etwas zu kurz, aber wir haben ja noch Gelegenheit erneut hinzufahren. Wir haben uns die Stadt noch angesehen.

Am nächsten Morgen ging es dann nach Daegu, wo wir Alua, Jake und Adele besucht haben. Man war das vielleicht stressig bis wir das Apartment endlich gefunden hatten… Aber es hat sich gelohnt. Die drei wohnen im 23. Stock eines Hochhauses und der Ausblick ist wirklich nicht schlecht. Vor allem am Abend, wenn die ganze Stadt beleuchtet ist. Und wir haben endlich die sehnlichst vermisste Weihnachtsstimmung gefunden, die man in Korea ansonsten vergeblich sucht:

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Wir haben den Tag mit Alua und der kleinen Adele verbracht, da Jake arbeiten musste und hatten eine Menge Spaß. Erst haben wir zu Mittag gegessen und dann hat Alua uns die Umgebung gezeigt. Wir sind ein wenig spazieren gegangen und schließlich konnten Linh und ich noch Schlittschuhlaufen. Und das für nur 1000 Won. Umgerechnet sind das gerade mal 70 Cent. Dafür kriegt man in Deutschland nicht mal den Eintritt. Und in Daegu haben wir auch noch Schuhe und einen Helm (ja der war Pflicht -_-) bekommen. Es hat total viel Spaß gemacht!!
Abends kam dann Jake, aber da er um fünf jeden Tag aufstehen muss, da er sich gerade in seinen neuen Job einarbeitet, musste er früh schlafen gehen. Da Adele aber nicht im geringsten müde war blieben wir noch bis drei Uhr auf und waren definitiv müder als die Kleine. Schließlich ist sie aber doch eingeschlafen und wir sind alle ins Bett gegangen.

Viel zu früh mussten wir Daegu schon wieder verlassen, aber Alua hat uns eingeladen so oft wieder zu kommen wie wir wollen (und wir werden das sicher nicht abschlagen 😉 )
Jetzt sind wir, wie schon gesagt, wieder in Seoul um ein bisschen Energie zu tanken. Morgen geht es dann weiter. Wohin genau… ehm… das entscheiden wir morgen früh spontan am Bahnhof. Je nachdem was für Tickets es noch gibt, aber auf jeden Fall in den Süden xD Aber bis jetzt hat die Methode immer geklappt…

Ich schätze mal, ich werde auch dort keinen Computer finden, also poste ich dann an Weihnachten die restlichen Reiseabenteuer 😉 Oder am ersten Feiertag… mal sehen.

Viele liebe Grüße
Kristina